Employer Branding durch die PR-Brille gesehen

Checkliste für Employer Branding-Verantwortliche
Es ist nicht nur nützlich, sondern ein Gebot der Stunde, die eigene Employer Branding-Kommunikation einmal konsequent durch die PR-Brille zu betrachten. Die  „Personalwirtschaft“ hat dazu jetzt aktuell in ihrer Aprilausgabe die „10 Thesen“ veröffentlicht, die ich zusammen mit meinem geschätzten Wettbewerber Sascha Theisen zur Zukunft der Arbeitgeberkommunikation verfasst habe. Die Fachzeitschrift bringt dazu online  eine von Sascha und mir verfasste Liste für den PR-Check-up des Employer Brandings als Download.

Bullshit-Bingo auf der Karrierewebsite
Dabei geht es natürlich auch um Pressearbeit, aber nicht nur. Vielmehr können Employer Branding-Verantwortliche anhand der Liste überprüfen, inwiefern ihre Kommunikation tatsächlich lebendig, zeitgemäß und glaubhaft ist. Dazu einige Bespiele:

  • Wenn man das eigene Logo locker gegen das eines arbeitgeberseitigen Wettbewerbers austauschen kann und die Inhalte der Karrierewebsite trotzdem genauso gut funktionieren wie mit dem eigenen Logo, ist es mit dem Differenzierungspotenzial nicht so weit her. Und Employer Branding bedeutet Differenzierung.
  • „Ist es nicht unglaublich hier zu arbeiten, Frääänk? Ja wirklich, Emmily, die Karrierechancen und internationalen Entwicklungsmöglichkeiten hier sind absolut einzigartig.“ Erinnern Sie Ihre Testimonials irgendwie an den Stil von Dauerwerbesendungen im Verkaufsfernsehen? Testimonial-Statements, die kaum individuellen Bezug zur abgebildeten Person haben, sondern vielmehr in den Mund gelegte, klassische Personalmarketing-Jubelversatzstücke für Testimonial-Handpuppen darstellen, sollten Arbeitgeber nicht mehr verwenden.
  • „Hervorragende Karrierechancen“ kommt bei Google in Deutschland aktuell auf rund 300.000 Treffer. Wie hoch ist der Anteil an Phrasen aus dem Employer Branding-Bullshitbingo auf Ihrer Karrierewebsite? Und was sagen diese entsafteten Begriffe noch aus?
  • Ist Ihre Arbeitgeber-Kommunikation eher „Broschüre“ oder „Magazin“. Und Hand auf’s Herz: Was lesen Sie persönlich lieber?

Mehr Beispiele gibt es in der Checkliste. Viel Spaß beim Lesen!